März 2013 - Zahnfüllungen – wir informieren über Materialien und Einsatz

Zahndefekte können heute gänzlich ohne Amalgam behandelt werden. Effektiv und gesundheitsschonend geschieht dies mit zahnfarbenem Füllungsmaterial aus Kunststoff, Zement oder Keramik. Jedes dieser Materialien ist Spezialist für ganz individuelle Anforderungen. Der folgende Überblick gibt Aufschluss über die Verwendung von Inlay, Kunststoff-Füllung und Keramik-Füllung.

  • Die Zementfüllung ist eine preisgünstige Lösung, die im Rahmen der gesetzlichen Versicherung zuzahlungsfrei ist. Die durchschnittliche Haltbarkeit dieser Zahnfüllung beträgt circa zwei Jahre.
  • Die Kunststoff-Füllung kann farblich an die Zahnfarbe des Patienten angeglichen werden und bleibt somit „unsichtbar“. Diese Zahnfüllung eignet sich daher ideal für den Einsatz im Front- und Seitenzahnbereich. Der Zahn muss dafür aufwendig vorbereitet werden und der Randverlauf zeitaufwendig dicht verkleben zu können. Die Füllung mit verschieden festen Kunststoffen wird aufwendig geschichtet. Für größere Kaubelastungen ist Kunststoff-Material weniger geeignet. Dennoch kann mit einer Lebensdauer von acht bis zehn Jahren gerechnet werden.
    Durch den Mehraufwand sind diese Füllungen kostenintensiver als der Erstattungsrahmen der gesetzlichen Versicherung es vorsieht. Es werden daher Zuzahlungen erforderlich, die an Mehraufwand und Mehrkosten orientiert sind. Alternativ steht Ihnen die Versorgung mit einer zuzahlungsfreien Standard-Füllung in Zahnfarbe selbstverständlich jederzeit zur Verfügung. Wir beraten Sie hierzu gern!
  • Einlagefüllungen (Inlays) werden aus Vollkeramik von Zahntechnikern im Labor hergestellt und sorgen bei größeren Defekten für Stabilität und eine hohe Lebensdauer, die fünfzehn Jahre oder mehr betragen kann.

Begründet im wesentlich höheren Zeitaufwand der Herstellung und der Inanspruchnahme der Laborleistungen liegen die Gesamtkosten höher als bei der Regelversorgung. Der entscheidende Vorteil liegt aber in der hohen Lebensdauer dieser qualitativ hochwertigen Versorgung, was den lebenslangen Zahnerhalt bedeuten kann. Private Kostenträger oder Zusatzversicherungen erstatten ja nach Tarif zwischen 60 und 90 Prozent der Kosten. Die gesetzlichen Versicherungen erstatten die Kosten für Inlays leider nicht.