Zähneknirschen: Müssen Sie nachts "die Zähne zusammenbeißen"?

Quelle Initiative proDenteUntersuchungen zeigen, dass der entstehende Druck beim Zähneknirschen um ein Vielfaches höher liegt als beim normalen Kauen. Der Fachbegriff hierfür ist Bruxismus. Denn was viele Patienten gar nicht wissen, ist, dass Zähneknirschen ein bekanntes Krankheitsbild ist, welches der Therapie bedarf. Das Zähneknirschen wird hauptsächlich durch Stress verursacht. Gerade nachts reagiert der Körper durch das ständige Pressen und Reiben unbewusst auf psychische Belastungen. Weitere Ursachen können anatomisch bedingt sein, nämlich wenn Ober- und Unterkiefer nicht korrekt zusammenspielen. 

Symptome des Zähneknirschens

Die ersten Anzeichen des Bruxismus zeigen sich durch knackende Kiefergelenke, sowie Verspannungen im Gesicht, welche meist morgens feststellbar sind. Der Zahnarzt kann häufig sogar Risse im Zahnschmelz und stark abgeriebene Schneidekanten und Kauflächen erkennen. Des Weiteren treten Zahnfleischblutungen auf; im fortgeschrittenen Stadium lockern sich die Zähne. 

Folgen des Zähneknirschens: craniomandibuläre Dysfunktion (CMD)

Durch die hohe Anspannung können Ober- und Unterkiefer verschoben und die Kiefergelenke überbelastet werden. Die dadurch entstehende Fehlstellung und -belastung wird als craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet, welche Folgeerkrankungen verursacht: Der Ursprung von z.B. Tinnitus, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne oder Rückenschmerzen kann dann beim Zähneknirschen versteckt liegen. 

Behandlung des Bruxismus mit der Zahnschiene

Das Zähneknirschen wird zunächst mit einer Beißschiene - der sogenannten Aufbissschiene - therapiert. Dank ihrer Hilfe verteilt sich der Druck gleichmäßiger, die Muskulatur des Kiefers wird entlastet. Die Oberfläche der Zähne ist damit geschützt. Darüber hinaus können schlecht sitzende Zahnkronen und Prothesen korrigiert werden. Die Knirschschiene selbst besteht aus Kunststoff und gilt als Grundlage der Bruxismus-Behandlung. Begleitend dazu werden die Folgeerkrankungen durch Spezialisten therapiert. Neben der Schienentherapie kommen dann unter anderem Physiotherapeuten, Orthopäden oder Osteopathen zum Einsatz. 

Kommen Ihnen die Symptome des Bruxismus bekannt vor? Die Zahnärzte Dr. A. Widmann & Dr. J. Wenzel in Filderstadt helfen gerne weiter!